
Vom ersten Funkkontakt bis zur Simulation: Einblicke in den Basic-Teil der Fluglotsenausbildung
Take-off in die Lotsenausbildung – Der Basic-Kurs an der Akademie in Langen
Der erste Schritt während der Ausbildung zum Fluglotsen oder zur Fluglotsin beginnt hier: im Basic-Kurs an der DFS-Akademie in Langen. Egal, ob ihr später im Tower, im Lower oder Upper arbeitet – der Basic-Kurs ist für alle gleich. Hier werden die Grundlagen für die spätere Spezialisierung auf den genauen Einsatzbereich gelegt. Dabei ist der Kurs so aufgebaut, dass man bei null starten kann und alles lernt – damit ist kein Vorwissen notwendig.
Theorie mit Praxisbezug
Zu Beginn des Basic-Kurses steht Englisch im Mittelpunkt. Hierbei wird das nötige Fachvokabular für die Arbeit in der Luftfahrt aufgebaut.
Der Unterricht ist in mehrere Fächer gegliedert. Das Herzstück ist ATLA – hier geht es um das luftfahrtrechtliche Fundament und grundlegende Konzepte der Flugsicherung. Ihr lernt z. B., wie der Luftraum in Deutschland aufgebaut ist, was eine Clearance ist und wie ihr später am Funk mit den Piloten redet.
Ein Fluglotse benötigt natürlich auch ein Verständnis für die Flugzeuge und die Perspektive der Piloten. Wie orientieren sich Piloten? Welche Wetterphänomene haben Einfluss auf die Luftfahrt? Und warum fliegt ein Flugzeug eigentlich überhaupt? All das lernt ihr in Luftfahrzeugkunde, Navigation und Meteorologie.
Wichtig ist auch ein Einblick in die DFS als Unternehmen – schließlich solltet ihr wissen, wer hinter eurer Ausbildung steht. Einblicke in die Bearbeitung von Flugdaten und Flugplänen sowie die Flugsicherungstechnik gehören ebenfalls zu unserer Ausbildung. Im Rahmen des Technikunterrichts hat unser Kurs auch eine Radaranlage des Frankfurter Flughafens besucht – mit Top-Aussicht 😊
Jetzt wird’s ernst – die Simulation
Nach dem ersten Teil der Theorie folgt endlich das, worauf wir uns alle im Kurs schon gefreut haben: der Tower-Simulator! Das erste Mal mit Mikrofon und (virtuellem) Blick aus dem Tower zu arbeiten, macht wirklich Spaß. Stück für Stück lernt ihr hier die grundlegenden Verfahren zuerst im Klassenraum kennen und wendet sie dann im Simulator an – erst Abflüge, dann auch Anflüge und Überflüge.
Kaum ist der Tower-Simulator abgeschlossen, geht es direkt weiter:
In der zweiten Simulationsphase steht die Streckenkontrolle im Fokus. Der Luftraum basiert hierbei auf echten Sektoren, wenngleich in vereinfachter Form. Auch hier baut alles aufeinander auf: Im ersten Durchlauf haben wir den Flugzeugen lediglich „Hallo“ gesagt und sie zur nächsten Frequenz geschickt. Die nächsten Übungen beinhalten die horizontale und vertikale Staffelung. Zwischendurch gibt es Simulationsdurchläufe, die das bisher erworbene Wissen festigen. Das verschafft genug Zeit und Übung, um alles zu lernen und zu verinnerlichen.
Beeindruckend ist, wie schnell wir in den Simulationsphasen Fortschritte gemacht haben – schon nach wenigen Wochen erkennt man deutliche Verbesserungen.
Der Abschluss – zurück zum Beginn
Am Ende des Basic-Kurses schließt sich der Kreis: Es steht noch einmal Englischunterricht an, und am Ende bekommt ihr euer ICAO-Luftfahrtenglisch-Level. An diesem Punkt habt ihr den ersten großen Meilenstein eurer Ausbildung geschafft – und seid bereit für den nächsten Take-off!
Natürlich bleibt auch immer genug Zeit für freizeitliche Aktivitäten außerhalb der Akademie. Sei es wie auf dem Bild beim Planespotting am Frankfurter Flughafen oder bei einem entspannten Abend im Restaurant.
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