Duales Studium Luftverkehrsmanagement

15 Jun 2022

Praxisphase am Tower Frankfurt

Hi, ich bin Robin, 21 Jahre alt, und ich erzähle Euch ein wenig von meinem Studium und meiner Praxisphase am Tower Frankfurt. Ich studiere im zweiten Semester Luftverkehrsmanagement (LVM) an der University of Applied Sciences in Frankfurt.

Zur Orientierung – Ablauf des Studiums

Ein Teil der Vorlesungen ist auf dem Campus am Nibelungenplatz, der in der Innenstadt in der Nähe der Zeil liegt und gut mit Bus und Bahn erreichbar ist. Der andere Teil findet im House of Logistics and Mobility im Stadtteil Gateway Gardens direkt am Flughafen statt. Die Vorlesungen im Wintersemester starten immer Mitte Oktober und enden Mitte Januar. Anschließend schreiben wir 2 Wochen lang ca. 5 Klausuren. Das Sommersemester geht dann von Mitte April bis Anfang Juli. Auch hier schließt sich eine Klausurenphase an.

Zeit der Praxisphase

In der Zeit dazwischen, die auch Praxisphase genannt wird, arbeiten wir LVM-Studierende in ganz verschiedenen Abteilungen. Dort unterstützen wir im Tagesgeschäft, bekommen aber auch eigene kleine Projekte zugeteilt, die wir selbstständig betreuen und durchführen.

Der Vielfalt der Abteilungen sind dabei keine Grenzen gesetzt: von Personal oder operativem Support über Luftraumverfahren bis hin zu Einsätzen bei den Tochterfirmen der DFS wie der DAS oder der Droniq ist für jeden etwas dabei. Die DAS (DFS Aviation Services) betreibt Tower an den deutschen Regionalflughäfen und an internationalen Flughäfen im Ausland. Die Droniq ist ein gemeinsames Tochterunternehmen mit der Deutschen Telekom und entwickelt Ortungslösungen für Drohnen. Somit bekommt man einen abwechslungsreichen und umfassenden Einblick in die Welt der Flugsicherung und des Luftverkehrs.

Meine erste Praxisphase – der Tower Frankfurt

Die Tower – Niederlassung

Meine erste Praxisphase fand am Tower des Frankfurter Flughafens statt. Neben den ca. 60 Lots*innen arbeiten dort auch andere Mitarbeiter*innen mit den unterschiedlichsten Aufgaben. Beispielsweise arbeiten dort viele Techniker*innen und Ingenieur*innen, da die komplexe Technik im Tower und auf den Start- und Landebahnen gewartet und kalibriert werden muss. Wenn ihr technisch interessiert seid, informiert euch gerne über unsere Möglichkeiten für ein duales Studium zum Flugsicherungsingenieur*oder in Informatik. Ebenso wird sich dort um An- und Abflugverfahren gekümmert oder die Schichtpläne der Lots*innen erstellt. Auch der letzte Teil der praktischen Ausbildung, das sogenannte On Job Training (OJT) für neue Frankfurter Towerlots*innen wird direkt vor Ort durchgeführt. So können sie sich direkt mit dem Flughafen vertraut machen.

An meinem ersten Tag am Tower war ich zuerst in der Fraport Ausweisstelle und habe meinen Flughafenausweis bekommen. Damit ging es dann weiter zur Sicherheitskontrolle, denn selbstverständlich müssen genauso wie die Passagier*innen, die Mitarbeiter*innen kontrolliert und durchleuchtet werden.

Danach gab es eine exklusive Flughafenrundfahrt mit einem Fahrzeug der DFS, bei dem ich z. B. die Start- und Landebahnen, die Instrumentenlandesysteme oder die Feuerwachen aus nächster Nähe gezeigt sowie alles Wichtige für meine anschließende Aufgabe erklärt bekommen habe.

Das Betriebsbüro des Towers liegt gewissermaßen „dem Tower zu Füßen“. Unten am Boden befinden sich über 2 Stockwerke Technik- und Büroräume, die einen der schönsten Ausblicke aus dem Fenster bieten, denn direkt davor liegt der Terminalbereich A, an dem z. B. Boeing 747 für Langstreckenflüge abgefertigt werden.


Hier seht ihr mich auf dem Außenpodest der Towerkanzel. Von hier aus hat man den Flughafen und das ganze RheinMain Gebiet optimal im Blick.

Meine Projektarbeit

Meine Aufgabe am Tower war eine Analyse zum Thema An- und Abflugverkehr und inwieweit man eine mögliche Annäherung im Falle eines Fehlanfluges berechnen und von vornherein verhindern kann. Hierfür war ich auch mehrere Tage oben in der Kanzel und habe Zeiten gestoppt, wie lange startende Flugzeuge bis zu einem bestimmten Gebiet brauchen. Dabei wurde ich auch tatkräftig vom operativen Personal unterstützt und es sind keine Fragen über den Arbeitsalltag als Lotse übrig geblieben.

Die Ergebnisse meiner Arbeit werden zurzeit betrieblich überprüft und es wird erörtert, ob und wie die Tabuzonen angepasst werden. Darüber hinaus fließen meine Erkenntnisse auch in den Planungen zur Kapazitätssteigerung am Flughafen ein, insbesondere mit Blick auf das grade in Bau befindliche Terminal 3.

Wenn Ihr Fragen habt, könnt Ihr mich über die Kommentarfunktion, WhatsApp oder das Kontaktformular erreichen. Ich freue mich über Eure Nachricht.

Liebe Grüße

Robin

 

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Robin Breidenbach

Robin Breidenbach

Studiengang und SemesterLuftverkehrsmanagement, 2. Semester

Mein Heimatflughafen istEDDF

Mein Herz schlägt fürFeuerwehr und Luftverkehr

So habe ich die Zeit zwischen dem Abi und Start DFS verbracht ...FSJ im Impfzentrum

 Ich arbeite gerne bei der DFS weil man sich wirklich sehr wohlfühlt und wir eine wichtige und zentrale Rolle im Luftverkehr einnehmen.

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